
Die Aula des Anton war wieder gut gefüllt mit sieben Anton-Teams und vier Gastteams, die in diesem Jahr aus Nieukerk und Meerbusch angereist waren. Alle Schülerinnen und Schüler waren hochmotiviert in den Wettbewerbstag gestartet. Ihre Roboter waren mit unterschiedlichen, teilweise raffiniert 3D-gedruckten Greifarmen ausgestattet und sollten Objekte auf der ca. drei Quadratmeter großen Spielfeldmatte zielgenau platzieren, sortieren oder einfach beiseite räumen.
In diesem Jahr hatte die internationale World Robot Association das Motto „Robots meet Culture“ gewählt. Die acht- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler in der Altersklasse „Elementary“ hatten ihre Roboter zu Helfern auf einem Musikfestival perfektioniert. Es mussten Instrumente verladen, Kabel verlegt und sogar einzelne Noten in der vorgesehenen Reihenfolge zu einem Musikstück aufgereiht werden. Dies war die größte Herausforderung, denn der Roboter musste anhand der Farbe der Note entscheiden, an welchen Ort auf dem Parcours diese genau zu bringen war. „Bei der ersten Wertungsrunde hatten wir Glück“, so Paul aus der 5a, „denn die blaue und die weiße Note standen zufällig so, dass der Roboter sie hätte richtig platzieren können. Aber dann ist er nicht weit genug gefahren“.


Das Szenario der Altersklasse „Junior“ war ein Festungsgelände. Die massiven Wehrtürme mussten zum Teil von den Robotern noch aufgebaut werden. Was im Mittelalter mit Flaschenzügen hoch angehoben wurde, sollte der Roboter beispielsweise mit Zahnstangengetrieben schaffen. Kleine Personen mussten z. B. zu einem Museum oder einer Ausgrabungsstätte bugsiert werden und dann lagen auch noch zehn kleine Dreckklumpen herum, die beseitigt werden mussten – eine eher filigrane Angelegenheit, mit der die Roboter der elf bis fünfzehnjährigen Teilnehmenden zu kämpfen hatten.

Die Teams vom Anton hatten sich in den Robotik-AGs und zuletzt in der intensiven Workshop-Phase vor dem Wettbewerb sehr gesteigert und insbesondere die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 fuhren viele Punkte ein. Besonders gut gelang diesen Anton-Teams auch der zweite Teil des Wettbewerbs, bei dem es in der sogenannten Tagesaufgabe galt, einen ganz neuen Code für den Roboter zu programmieren. Hier zeigte sich, in welchen Teams die Mitglieder gut aufeinander eingespielt waren und ihre Arbeit klug strukturierten und aufteilten. Wer übernimmt es, die neuen Strecken, Kurven und Winkel am Spielfeld auszumessen und die Messwerte klar zu kommunizieren? Wer setzt diese Daten am Teamtisch geschickt in eine funktionierende Programmierung um? Welcher Roboter vollzieht die Aufgaben in den beiden Wertungsläufen dann präzise und möglichst zügig? Das waren die Fragen, die am Ende die Jagd nach den Punkten noch einmal richtig spannend werden ließ.


Prof. Pinninghoff von der KARL-KOLLE-Stiftung, die auch in diesem Jahr den Wettbewerb finanziell ermöglicht hat, überreichte die Urkunden und gratulierte allen Kindern persönlich. In diesem Jahr waren drei der vier Gastteams vor allem in der eingeübten Saisonaufgabe deutlich konkurrenzstärker, sodass die Pokale nach auswärts gingen. Das tat jedoch der Freude über den schönen Tag und dem Stolz, schon so viel im Bereich der Schulrobotik erreicht zu haben, keinen Abbruch, darin waren sich die Teams vom Anton einig. Theo aus der 5b findet es toll, dass die Erwachsenen den Kindern ermöglichen, so viel über Robotik zu lernen. „Die Eltern haben uns an dem Wettbewerbstag auch richtig gut unterstützt und angefeuert“.

