NEWS

am Anton

Mit Begeisterung auf der Streuobstwiese – Jahrgänge 5 und 6 erleben Natur hautnah

Verfasst von: Claudio Schmauck

IMG

Am Dienstag, den 8. September, wurde die Streuobstwiese zum außerschulischen Lernort für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6. Beim ersten Streuobstwiesentag konnten die Kinder Natur nicht nur entdecken, sondern selbst aktiv werden, ausprobieren und eigene Produkte herstellen.

Unterstützt wurde der Aktionstag durch das Biologische Zentrum Lüdinghausen, die Mäh-AG sowie zahlreiche externe Partner. In verschiedenen Workshops erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt der Streuobstwiese und lernten, welche Bedeutung dieser besondere Lebensraum für Mensch und Natur hat.

Mit großer Neugier und viel Motivation machten sich die Kinder an die Arbeit. In einem Workshop beschäftigten sie sich beispielsweise mit der Weiterverarbeitung von Schafswolle. Die Wolle wurde gezupft, gewaschen und kardiert. Andere Gruppen färbten Wolle mit natürlichen Farben und konnten dabei beobachten, wie aus verschiedenen Naturmaterialien unterschiedliche Farbtöne entstehen.

Auch die Honigbiene stand im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler erfuhren Interessantes über die Imkerei und die wichtige Arbeit der Bienen. An einer Probierstation konnten sie sich außerdem mit dem ökologischen Fußabdruck des Apfels auseinandersetzen.

Besonders spannend war für viele Kinder die Beschäftigung mit den kleinen Bewohnern der Streuobstwiese. Sie lernten Insekten und Wildbienen kennen und setzten sich mit deren Bedeutung für das Ökosystem auseinander. Auch beim Bau und der Gestaltung von Insektenhotels konnten sie selbst aktiv werden.

Darüber hinaus ging es um die Haltung von Nutztieren am Beispiel des Schafs, die Bedeutung des Bodens und natürliche Stoffkreisläufe. Beim Vergleich verschiedener Materialien wurde unter anderem untersucht, wie Baumwolle und Polyester abgebaut werden. Spiele, Informationen rund um die Streuobstwiese und ein Blick auf den seltenen Steinkauz rundeten das vielfältige Angebot ab.

Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Engagement und sichtbarer Freude bei der Sache. Sie experimentierten, stellten Fragen, arbeiteten gemeinsam und konnten am Ende stolz auf ihre selbst hergestellten Produkte blicken. Dabei wurde deutlich: Lernen macht besonders viel Spaß, wenn man selbst Hand anlegen und Dinge unmittelbar erleben kann.

Der Streuobstwiesentag verband auf besondere Weise Naturerfahrung, praktisches Arbeiten und nachhaltiges Lernen. Für die Kinder war es ein abwechslungsreicher Tag außerhalb des normalen Klassenraums – und für die Streuobstwiese ein Ort, an dem es viel zu entdecken, zu lernen und zu gestalten gab.

Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Partnern, den engagierten Lehrkräften, der Mäh-AG und natürlich den Schülerinnen und Schülern, die mit so viel Begeisterung zum Gelingen des ersten Streuobstwiesentages beigetragen haben.