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am Anton

Ein Schuljahr voller spannender und erfolgreicher Robotik am Anton

Verfasst von: Meike Klingauf

Robotik b

22 Fünftklässlerinnen und Fünftklässler stürmten unter der Leitung von Meike Klingauf die AG „Starter“ und tüftelten fortan freitags zum Abschluss der Schulwoche an ihren Robolinchen und co. Wie weit, wie schnell, wo um die Kurve? Wie geht „präzise der Linie entlang“? Hier ging es Klick um Klick um die fehlerfreie Aneinanderreihung der Programmier-Blöcke, so dass der Code den Roboter genau auf seinem Parcours hält. Ketten, Zahnräder, Greifarme: auch die Konstruktion der Roboter gehört zu den Aufgaben, die im Team gemeistert werden müssen. Zu Weihnachten hatten wir Schneemännertransporter, Rentier-Roboter und Schlittenzieher, die zu ihren Fahrten Weihnachtslieder tönten. Das war ein Riesenspaß.
Die Fortgeschrittenen haben mit der großen Hilfe von Antons „Robotik-Ältestem“ Jonas das erste Halbjahr genutzt, um ihre Programmierkünste zu erweitern. Der Roboter sollte z. B. zufällige Farbreihenfolgen von Objekten abscannen und anschließend hierauf mit komplexen Schleifen reagieren. Ziel war es, dass sich alle möglichst gut auf die neuen RoboMission-Aufgaben der World Robot Olympiad (WRO) vorbereiten.

Nach den Weihnachtsferien war es so weit. Die neuen Spielfeldmatten konnten ausgepackt werden, und unsere Elementaries (Jahrgangsstufe 5), Juniors (Jahrgangsstufen 6 bis 9) und Seniors (Jahrgangsstufe 10) stürzten sich in die WRO-Aufgaben 2025. Das Motto in diesem Jahr war „The future of robots“, und die Aufgaben drehten sich um Vorbereitungen für Raketenflüge, Satellitenplatzierungen und extraterrestrisches Leben mit der Unterstützung von Robotern. Parallel zu der Legorobotik bereiteten sich Teams Anton 8 und Anton 9 in der Arduino-AG von Kevin Landzettel auf die WRO Future Engineers-Aufgabe vor, bei der es um den Bau und die Programmierung von autonom fahrenden Fahrzeugen geht. Mit Kameratechnik und kompliziertem Coding „tasten“ sich die Roboterautos auf dem Spielfeld um drei Runden, bestenfalls bleiben sie nicht an der Bande hängen und stoppen abschließend im richtigen Quadranten.

Nach den Osterferien erhöhte sich die Spannung spürbar. In zusätzlichen Workshops fieberten die Teams nach und nach perfekteren Läufen zu, in dem sie für ihre Roboter Sicherheiten in die Abläufe einbauten. Lieber einmal mehr an der Bande ausrichten, lieber einmal mehr an der schwarzen Linie orientieren anstelle der „freien“ Fahrt. Robotik kostet unendlich viel Zeit. Am 14. Juni war es dann so weit. Zum zweiten Mal haben wir am Anton ein WRO-Regionalfinale ausgerichtet und die Aula wurde zum „Schulrobotikzentrum Lüdinghausen“. Unsere Teams Anton 1 bis Anton 7 traten gegen acht Gastteams an.

Moment mal – was ist denn das? Der Roboter von Team Anton 1 bewegt sich auf dem Spielfeld geschmeidig wie eine Drohne! Mit einer ganz neuen Rädertechnik, den Omniwheels, fährt der Roboter nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern auch seitwärts und diagonal. Damit gewannen Maria und Violetta vor den Gastteams und qualifizierten sich für das Deutschlandfinale. Die Junior-Teams und Elementary-Teams schafften es jeweils bis auf Platz zwei. Vorher schon hatten sich bei dem Regionalfinale in Lünen unsere Arduino-Teams bis zu Platz drei vorgearbeitet.

Eine kleine „Fangemeinschaft“ begleitete dann Maria und Violetta zum Deutschlandfinale nach Dortmund. Auch dort war der Omniwheels-Roboter von Team Anton 1 mit seiner einzigartigen Fahrweise der Hingucker schlechthin. Erst seit diesem Jahr sind überhaupt Bauteile außerhalb des Lego-Systems erlaubt und einige Teams hatten interessante Spezialteile, die z. B. genau auf die Objekte passen, mit 3D-Druckern erstellt. Im Deutschlandfinale erreichte unser Team Anton 1 dann Platz 18 von 48, was eine anerkennenswerte Leistung ist. Wir danken noch einmal der KARL-KOLLE-Stiftung, die uns für beide Wettbewerbe finanziell unterstützt hat und freuen uns auf unsere neuen Robotik-Starter, auf die hochgewachsenen Robotik-Fortgeschrittenen und auf die neue WRO-Robotiksaison 2026, die im Januar beginnt.