
Acht Oberstufenschüler*innen stärken ihre „Demokratie-Muskeln“
Workshops im Biologischen Zentrum verbinden Nachhaltigkeit, Verantwortung und Mitbestimmung
Acht Schülerinnen und Schüler der EF nahmen in der vergangenen Woche an einem besonderen Workshopangebot des Biologischen Zentrums teil. Das Programm stellte die enge Verbindung zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Demokratiebildung in den Mittelpunkt – zwei Themen, die angesichts globaler Herausforderungen aktueller sind denn je.
Gleich zu Beginn wurde deutlich: Nachhaltigkeit und Demokratie gehören untrennbar zusammen. Denn wer Verantwortung für eine zukunftsfähige Welt übernehmen möchte, benötigt nicht nur wissenschaftliches Wissen, sondern auch die Fähigkeit, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, andere Perspektiven wahrzunehmen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Die Jugendlichen lernten, dass demokratisches Handeln kein abstrakter Begriff aus dem Politikunterricht ist, sondern alltägliche Praxis – im Klassenraum, in der Schule und im gesellschaftlichen Miteinander.
Der erste Workshop bot einen ungewöhnlichen Zugang zu den Grundlagen unseres politischen Systems: Was hat das Grundgesetz mit einer Giraffe zu tun? Auf humorvolle und anschauliche Weise lernten die Schülerinnen und Schüler, wie Grundrechte ihren Alltag prägen – von der freien Meinungsäußerung bis zum Schutz der Würde jedes Menschen. Die Verbindung zur Giraffe: Als einziges Tier war die Giraffe bei der Niederschreibung der Grundgesetze im Naturkundemuseum Koenig in Bonn anwesend, sie war zu groß, um aus dem Saal entfernt zu werden.
Im zweiten Workshop ging es darum, die eigenen „Demokratie-Muskeln“ zu trainieren. Mit interaktiven Methoden und Gruppenübungen erfuhren die Teilnehmenden, wie Kooperation, Meinungsvielfalt und faire Entscheidungsprozesse funktionieren. „Demokratie lebt davon, dass wir sie üben – genau wie Sport“, erläuterte Referentin Dr. Stefanie Bölting. Die Übungen sorgten nicht nur für lebhafte Diskussionen, sondern machten auch sichtbar, wie unterschiedliche Sichtweisen zu besseren Ergebnissen führen können.
Ziel der Veranstaltungsreihe war es, die Jugendlichen zu befähigen, demokratische Prozesse aktiv zu gestalten. Mit den vermittelten Methoden sollen sie künftig selbst dazu beitragen können, demokratisches Verhalten an ihrer Schule zu fördern – sei es durch moderierte Diskussionen, Konfliktlösungsstrategien oder Projekte zur nachhaltigen Schulentwicklung.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Viele betonten, wie überraschend praxisnah und alltagsrelevant die Inhalte gewesen seien. Im nächsten Schritt möchten sie die Übungen mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe ausprobieren.