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am Anton

Auf den Spuren der Stolpersteine

Verfasst von: Neele J. (10c)

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Am 10. November haben wir unseren Geschichtsunterricht nach draußen verlegt: Statt im Klassenraum zu sitzen, ging es für uns durch Lüdinghausen, um der lokalen Geschichte etwas näher zu kommen. Der Tag hatte eine besondere Bedeutung, denn nur einen Tag zuvor, am 9. November, jährte sich die Reichspogromnacht von 1938 – ein zentraler Wendepunkt in der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung jüdischer Menschen.

Mit der Stolpersteine-App machten wir uns auf den Weg, um einige der Gedenksteine im Ort zu finden und die Geschichten dahinter besser kennenzulernen.

Unsere erste Station waren die Stolpersteine von Fanny und Jakob Kaufmann. Um ihrer zu gedenken, legten wir eine weiße Rose und einen selbst zusammengestellten Blumenstrauß nieder.

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Danach liefen wir weiter zum Standort der ehemaligen Synagoge, die 1938 in der Pogromnacht zerstört wurde. Auch hier wollten wir ein Zeichen setzen und stellten einen kleinen Blumentopf ab.

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Der Rundgang hat uns berührt und gezeigt, wie nah Geschichte manchmal ist – mitten auf unserem Schulweg, in den Pflastersteinen unserer Stadt. Die Stolpersteine erinnern daran, dass hinter jedem Namen ein Mensch und eine ganze Lebensgeschichte steckt. Und sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, hinzuschauen, zuzuhören und nicht zu vergessen.