Mentale Gesundheit aus ökonomischer Perspektive

Mentale Gesundheit aus ökonomischer Perspektive

Der Wirtschaftskurs im WPII – Bereich der Klassen 9b und 9e hat sich in der vergangenen Woche mit dem Thema mentale Gesundheit beschäftigt. Vielleicht stellt sich der ein oder andere jetzt die Frage: Was hat das denn mit Wirtschaft zu tun? Eine ganze Menge! Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales entfallen 15% aller Fehltage auf Erkrankungen im psychischen Bereich und dann ist die Krankheitsdauer häufig dreimal höher als bei Erkrankungen in anderen Bereichen. Eine Volkswirtschaft tut also gut daran, wenn sie sich auch mit der mentalen Gesundheit ihrer Mitglieder auseinandersetzt!

Im Wirtschaftskurs wurde deswegen eine Woche lang die mentale Gesundheit in den Mittelpunkt gestellt. Ausgangspunkt ist die These gewesen, dass mit allem, was mit mentaler Gesundheit zu tun hat, auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft im Arbeitsleben immer noch nicht offen umgegangen wird. Der Kurs setzte sich mit den Ursachen auseinander und diskutierte mögliche positive Effekte, wenn sich der bisherige Umgang ändern würde.
Bei einer Internetrecherche erarbeiteten sich die Schüler_innen in der zweiten Stunde Konzepte von größeren Unternehmen, die die Relevanz des Themas bereits erkannt und entsprechende Programme auf den Weg gebracht haben. Die These, dass die Unternehmen wahrscheinlich erst tätig werden, wenn die Mitarbeiter_innen bereits psychisch erkrankt sind, konnte dabei widerlegt werden. Die untersuchten Unternehmen arbeiten im Bereich der mentalen Gesundheit vor allem präventiv.

Die Schüler_innen setzten sich aber auch in der dritten Stunde mit sich selbst auseinander. Grundlage der Diskussion bildeten dabei die in der letzten Woche veröffentlichten Ergebnisse der Trendstudie „Jugend in Deutschland“. Die Studie macht deutlich, dass die andauernden Krisen (Corona, Klima, Ukraine, Inflation) wie ein Tunnel wirken können, aus dem man nicht mehr herauskommt. Das führt bei 41% der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Stress und bei 26% zu Selbstzweifeln. 

Umso wichtiger ist ein Austausch darüber, wie eigentlich die Schüler_innen des Kurses untereinander mit dem Thema umgehen und sich bewusst zu machen, was man sich selbst im Alltag Gutes tun kann.

Ziel der Unterrichtsstunden ist vor allem eines gewesen: Einen offenen Umgang mit dem Thema mentale Gesundheit zu stärken.