Eine Woche Trier mit Zenturio und Gladiator

Am Montag, dem 3. Juli 2017, war es wieder soweit: 30 Schülerinnen und Schüler des Latein-Jahrganges 8 machten sich in Begleitung von Herrn Heiermann, Frau Schemainda und Herrn Wellmann auf den Weg nach Trier (auf Latein: "Augusta Treverorum").
Im "zweiten Rom", wie man Trier auch nennt, angekommen, machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Bei dieser Erkundung konnten wir selbst den typischen Aufbau einer römischen Stadt kennenlernen und auch schon ein paar Sehenswürdigkeiten wie die Viehmarktthermen und die Römerbrücke entdecken.

Der zweite Tag begann mit einer Stadtführung, um noch mehr von der Stadt zu erfahren als wir es selbst hätten herausfinden können. Anschließend hatten wir eine sehr unterhaltsame Erlebnisführung mit einem Zenturio in allen Teilen der Porta Nigra, dem nördlichen Stadttor des antiken Triers. Diese Führung begann weit oben in der Porta und endete in einem Kellergewölbe unter der Porta.  Nach einer Mittagspause ging es weiter mit einer Besichtigung der Konstantin-Basilika, die das größte säulenlose Gebäude der Antike darstellt, und der Kaiserthermen. Da es an diesem Tag sehr warm war, hatten wir am späteren Nachmittag die Gelegenheit uns im nahegelegenen Freibad abzukühlen.
Am Mittwoch haben wir das Gräberfeld unter der ehemaligen St. Maximin-Kirche besichtigt. Ein Netz von ,,Laufstegen" ermöglichte die Fortbewegung über das aus über 100 Sarkophagen bestehende Gräberfeld.
Im Dom, den wir danach besichtigten, konnten wir nicht nur eine rekonstruierte Säule und einen Tresorraum, in dem ein Kleid aus der Antike (der sog. "Heilige Rock", der Überlieferung nach das Gewand Jesu) liegt, sehen, sondern auch den direkten Vergleich zwischen dem Dom aus der Antike und dem heutigen Dom ziehen. Dieser direkte Vergleich wurde vor allem durch den Altar deutlich, denn 3,50 m unter dem heutigen steht der Altar aus der Antike. Wir hatten außerdem das Glück, den jetzigen Bischof aus Trier nach dem Gottesdienst im Dom zu sehen. Zum Abendessen gab es selbst gegrillte Würstchen und Salate und danach gingen wir für etwa zwei Stunden zum Bowling.
Am Donnerstag, dem letzten Tag, hatten wir eine Führung durch das Landesmuseum. Dort konnten wir einen guten Einblick in den Alltag eines Römers erhalten, viele ausgegrabene Funde der römischen Gräberstraße sehen und zahlreiche Exponate der größten Mosaikesammlung nördlich der Alpen bewundern. Am Nachmittag waren wir erneut im Freibad und haben dort auch ein paar Runden Beach-Volleyball gespielt. Am Abend sind wir mit dem Bus zum Amphitheater gefahren, da wir dort eine Erlebnisführung mit dem Gladiator Valerius hatten. Auf diese Art bekamen wir einen guten Vorstellung vom Leben eines römischen Gladiators.

Insgesamt verbrachten wir eine interessante und abwechslungsreiche Woche in der Römerstadt Trier, die uns das römische Leben anschaulich und einprägsam vor Augen führte.