Dem Gedenken verpflichtet: Volkstrauertag

Volkstrauertag

Der diesjährige Volkstrauertag steht im Zeichen der Erinnerung an den besonders grausamen und verlustreichen Angriffs- und Vernichtungskrieg in Ost- und Südosteuropa, der vor 80 Jahren begann.

Wir, Schülerinnen und Schüler des Geschichtszusatzkurses, möchten als Vertreter des St.-Antonius-Gymnasiums unserem Gedenken Ausdruck verleihen:

"Wir haben uns hier versammelt, um zu gedenken und zu trauern. An diejenigen, die vor 80 Jahren an der Ostfront ihr Leben gelassen haben, an die Zivilisten, die dabei ums Leben gekommen sind, einfach auf unmenschliche Art und Weise.

Weil niemand von den Verbrechen dieses schrecklichen Krieges und seinen Schauplätzen heute noch erfährt, gibt es diesen Tag. Um zu erinnern an diese grausame Zeit und daran, dass wir alle dafür kämpfen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Immer wieder kommt die Bedrohung nah an uns heran. Vielleicht nicht an uns Schüler. Aber an die Soldaten der Bundeswehr und ihre Angehörigen, die in Afghanistan direkt damit konfrontiert waren. Daher ist es besonders wichtig, dass wir Menschen untereinander zusammenhalten und eine Spaltung der Gesellschaft, wie sie immer wieder provoziert wird, verhindern.

Das ist eine Bedingung, damit die Zukunft kein Widerspruch zu unserer Gegenwart wird. Und selbst wenn die Zukunft schwierig wird, darf sie uns nicht zum Stillstand und zur Entfremdung verleiten.

Ich habe großen Respekt vor den Opfern des letzten Krieges und den Gefallenen in Afghanistan, vor wirklich jedem einzelnen."  Finn Berg, Q2

 

"Der WK II ist nun fast 8 Jahrzehnte her. Während wir hier stehen, sterben in der ganzen Welt unschuldige Menschen durch Kugeln von Fanatikern.

Es ist schwer daran zu glauben, dass die Völker Lehren aus der Geschichte anderer ziehen. Sie ziehen bestenfalls aus bitteren Erfahrungen der eigenen Geschichte.

Kann man wirklich nichts tun? Doch, immer nur ein wenig, aber bitte ständig. Unsere Mahnung zeigt, was Krieg vor allem ist und immer war. Kein Kartenspiel der Generäle, gut ausgeführt von gedrillten Helden, sondern Dreck und Blut und Tod.

Die Siegermacht Sowjetunion ist längst zerfallen, der Verliererstaat von einst hat sich vereinigt.

Aber „siegen“ und „verlieren“ – das ist altes Denken. Wenn es auch kein europäisches Haus hat geben sollen, gibt es doch ein europäisches Boot, in dem wir alle sitzen. Wenn es leckt, dann sinken alle. Heute gibt es weniger denn je ein Gegenargument zum Zueinander, ja, zum Miteinander von Deutschen und Russen.

Auf dem Piskarow-Friedhof, der Ruhestätte Hunderttausender von Bürger Leningrads, die während der Blockade jämmerlich verhungerten, findet sich eine Inschrift:

„Möge keiner vergessen. Möge nichts vergessen werden.“

Dies gilt auch für die russischen und deutschen Toten."  Paulina Böhm, Q2