Klassenfahrt der 8e nach Hastings

Geschrieben von Anna B.

HastingsDie Sonne war noch nicht ganz aufgegangen, als wir uns am 3. Juli am Parkplatz der Burg Vischering trafen. Dreißig müde Teenager mit mehr oder minder großen Koffern und viel zu wenig Sonnencreme, dafür aber umso mehr Vorfreude im Gepäck machten sich mit ihren zwei begleitenden Lehrern, Frau Streyl und Herrn Perick, bereits um fünf Uhr in der Früh auf den Weg nach Hastings. Als wir dort schließlich eine Fahrt durch verschiedene Länder, eine Passkontrolle und eine verpasste Fähre später eintrafen, war der Abend jedoch trotz früher Abfahrtszeit schon vorangeschritten, weshalb man es für jenen Tag bei einem Abendessen in den kürzlich kennengelernten Gastfamilien beließ.

Am kommenden Tag starteten wir dafür dann aber umso mehr durch: Bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen begann das Programm mit Hastings Castle, welches wir nach einer ausführlichen Lerneinheit über die 1066 entschiedene Schlacht zwischen Harald Hardrada, Harold Godwinson und William the Conqueror nun schließlich eigenständig besichtigen durften.

Nach einer kleinen Mittagspause in der Innenstadt knüpften wir schließlich perfekt an die Thematik der Geschichte Großbritanniens an, indem wir in den originalen Felsenhöhlen liegenden „Smugglers Adventure“ durch Filmclips und größtenteils interaktive Nachbildungen über den „Beruf“ des Schmugglers in vergangenen Zeiten Englands informiert wurden. Müde von der Hitze und den vielen Informationen entspannten wir uns schließlich an Hastings Steinstrand (wobei sich feststellen ließ, dass sich Steine mindestens so gut zum Vergraben von Mitschülern eignen wie Sand), bevor wir zu erneuter Freizeit in der Stadt entlassen wurden.

Ausklingen ließen wir den Tag schließlich gemeinsam im örtlichen Kino, wo wir den Film „Despicable Me 3“ sogar noch vor der Veröffentlichung in den deutschen Kinos zu sehen bekamen. Doch trotz dieses erinnernswerten Tages rückten unsere Gedanken an Hastings erst einmal in den Hintergrund – schließlich folgte am Tag darauf unsere Fahrt nach London!

Die Tatsache, dass unser erster Anblick der Innenstadt aus der Londoner U-Bahn bestand wurde natürlich rasch ausgebessert, als wir uns während einer kleinen Rallye mit Quizfragen ein eigenes Bild vom Regierungsviertel der berühmten Hauptstadt machen konnten. Dies wurde jedoch vor allem etwas später noch verstärkt, als wir die Chance bekamen, die Stadt in Kleingruppen frei zu erkunden. Hierzu bestand auch die Möglichkeit zwischen einem Besuch im National History Museum oder der Teilnahme am Gottesdienst „Even Song“ in Westminster Abbey zu wählen, wobei jedoch letzteres leider aufgrund einer geschlossenen Veranstaltung in der Kirche ausfallen musste. Doch dies vermieste uns nicht die Laune, als wir schließlich mit Souvenirs im Gepäck und vielen neuen Fotos auf dem Handy zurück nach Hastings fuhren.

Die erneute Chance, eine Kirche zu besichtigen, erhielten wir dann am nächsten Tag – zunächst jedoch schauten wir uns im von den Römern erbauten Dover Castle um und erkundeten ein noch erhaltenes unterirdisches Krankenhaus aus dem zweiten Weltkrieg, bevor wir schließlich in Canterbury die berühmte Ursprungskathedrale des Christentums in England besichtigten. Nach diversen Informationen über die Geschichte des Thomas Becket sowie den Auswirkungen des zweiten Weltkriegs auf die Kathedrale bekamen wir noch ein wenig Freizeit in der Innenstadt, welche dankend für diverse Einkäufe oder auch die eine oder andere Kugel Eiscreme genutzt wurde.

Und nach jenem schönen Programmpunkt folgte am darauffolgenden Tag auch schon die Rückfahrt – ein letztes Foto, ein letzter Blick auf England oder auch eine letzte verpasste Fähre und wir fanden uns in Lüdinghausen wieder, die Auswirkungen der Sonne im Gesicht und eine Menge Erinnerungen im Kopf, sowie den Rückblick auf eine Klassenfahrt, die wir bestimmt nicht allzu schnell vergessen werden.

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