Tagebuch der Qualitätsanalyse am St.-Antonius-Gymnasium

Geschrieben von E. Hüttenschmidt

 

Die Qualitätsanalyse (QA) – eine kurze Erläuterung

Mit dem Schulgesetz von 2006 wurde die Qualitätsanalyse NRW (im Folgenden kurz QA) als zentrales Instrument zur Entwicklung und Sicherung der Qualität an Schulen in NRW landesweit eingeführt. Die QA soll die Eigenverantwortung der Schulen stärken und ihnen nachhaltige Impulse für ihre Weiterentwicklung geben. Die Schule reicht zunächst ein umfangreiches Portfolio ein (z.B. Lehrpläne, Konzepte, Protokolle, Elternbriefe). An vier Tagen kommen die Qualitätsprüfer in die Schule und besuchen den Unterricht möglichst vieler Kolleginnen und Kollegen. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen am Schulleben beteiligten Gruppen umfangreich befragt und interviewt. Am vierten Tag bekommt zunächst die Schulleitung und dann auch das Kollegium eine erste Rückmeldung, der endgültige Bericht liegt etwa zwei Monate später vor.

März 2014 – Ankündigung der QA

Kurz vor den Osterferien 2014 meldet sich die Qualitätsanalyse per Email am „Anton“ für den September an. Alle Kolleginnen und Kollegen werden gebeten, ihre vorliegenden Unterlagen (Lehrpläne, Konzepte und Protokolle sowie sonstige interessante Dateien) digital zu übermitteln.

Juni 2014 – Zusammenstellung der Unterlagen

Die QA teilt uns die Termine und den Ablauf der Schulbesuchstage im September mit. Deadline für die Abgabe der Portfoliounterlagen ist der 30.Juni. Wir stellen fest, wie hilfreich es ist, dass am „Anton“ die Teamarbeit  groß geschrieben wird, etwa eine Woche vor Abgabeschluss liegen unzählige Dokumente in digitaler Form vor, die, sortiert und mit Fundstellen versehen, übersichtlich abgespeichert und hochgeladen werden müssen.

Erste Etappe geschafft!

Ende Juni 2014 - Planungsgespräch und Schulrundgang

Am 30.6. reisen die Qualitätsprüfer der QA zum Planungsgespräch und zum Schulrundgang an, bei dem sie sich in vielen Räumen, in der Aula, den Fachräumen, auf dem Schulhof und in der Turnhalle gründlich umschauen. Die Prüfer zeigen sich von unserem traditionsreichen Gebäude und  den ausgestellten Kunstobjekten beeindruckt.

Sommerferien und Atempause!

August 2014 – Information der Schulgemeinde

Am Montag vor Schuljahresbeginn informieren die Prüfer das Kollegium, einige Eltern und Schüler über den Gesamtablauf der QA. Erholt und entspannt sitzen wir am Ende der Sommerferien in der Aula und hören den Ausführungen des Leiters der QA, zu.

September 2014 – vier Schulbesuchstage

An vier Besuchstagen quartieren sich die Prüfer in zwei Räumen ein, kommen morgens um 7.15 Uhr und bleiben manchmal bis nach 20.00 Uhr. Sie besuchen mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen im Unterricht, geben die Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtungen direkt in ihre Laptops ein und halten sich ansonsten im Hintergrund.

Donnerstag, 11.9.2014 – erste Rückmeldung

Mittags, 12 Uhr: Rückmeldung an die Schulleitung

Die fünf Mitglieder der erweiterten Schulleitung nehmen um 12 Uhr in Anwesenheit unserer schulfachlichen Dezernentin Frau Klee die Beobachtungsergebnisse entgegen. Die Rückmeldung fällt sehr positiv aus und macht uns ein wenig stolz auf unser Kollegium, unsere Schülerinnen und Schüler und unsere Eltern. Wir hören u.a., dass die Zufriedenheit aller am Schulleben Beteiligten und ihre Wertschätzung untereinander besonders hoch ist. Das ist der Punkt, der uns am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben wird.

Nachmittags, 14 Uhr: Rückmeldung an das Kollegium

Im alten Lehrerzimmer erfährt das Kollegium die Ergebnisse. Auch die Kolleginnen und Kollegen sind mit dem vorgestellten Ergebnis sehr zufrieden, die Kritikpunkte halten sich deutlich in Grenzen.

Geschafft!

November 2014 - der schriftliche Bericht

Ende November erhalten wir den schriftlichen Abschlussbericht. Auf der Lehrerkonferenz, in der SV und schließlich auf der Schulkonferenz werden die Ergebnisse vorgestellt.

Der Qualitätsbericht – Ergebnisse

Beim Lesen des schriftlichen Abschlussberichtes fällt besonders die von der QA festgestellte hohe Zufriedenheit aller mit der Schule auf, die die Grundlage für die hervorragenden Leistungen unserer Schule in zentralen Prüfungen bildet. Nur zufriedene Schüler lernen gerne und gut. Das sehr positiv eingeschätzte soziale Klima in der Schule und das hohe Niveau des Unterrichts spiegelten sich deutlich in den Unterrichtsbeobachtungen. Alle am Schulleben beteiligten Personengruppen zeigen gegenseitige hohe Wertschätzung, so schreibt die QA. Das vielfältige Schulleben, klare Schulverein-barungen, unser umfangreiches Beratungsangebot und das Informationssystem sowie die Öffentlichkeitsarbeit werden ausdrücklich gelobt. Die Einbindung gesellschaftlicher Partner und Institutionen aus dem Umfeld ist laut QA am „Anton“ mustergültig ausgeprägt. Als Beispiele werden die Teilnahme am Stadtfestlauf, die Zusammenarbeit mit den Kirchen und dem Schulträger, den Sparkassen und der Volksbank sowie der Senegalhilfe genannt. Der Vertretungsunterricht wird laut QA sehr gut organisiert. Darüber hinaus lesen wir in dem Bericht, dass das vielfältige Schulleben zur Identifikation mit der Schule beiträgt und das Miteinander aller Beteiligten fördert. Unsere Nachmittagsbetreuung ist bedarfsgerecht und in hohem Maße verlässlich.

Dezember 2014 - ein Blick in die Zukunft

Wir werden in den nächsten Monaten in den unterschiedlichen Gremien überlegen, welche von der QA genannten Handlungsfelder zuerst bearbeitet werden sollen.

Mit der Einführung des 60-Minuten-Zeittaktes zum Schuljahr 2015/16 und einem Unterrichtsende für die gesamte Sekundarstufe I gegen 13.50 Uhr beschreiten wir neue Wege, das dazu nötige didaktisch-methodische Konzept ist in Arbeit. Unser Fahrtenprogramm wird neu überarbeitet und die Neugestaltung des Schulhofs ist in Planung. Wir arbeiten die Veränderungen der vergangenen Jahre in unser Schulprogramm ein und evaluieren dieses.  Wir werden uns zügig der Intensivierung der individuellen Förderung und der Stärkung der kooperativen Lernformen, die das selbstgesteuerte und eigenverantwortliche Lernen unserer Schülerinnen und Schüler weiter unterstützen, widmen.

Fazit

Wir freuen uns, dass unsere Arbeit von vielen Seiten ausgesprochen positiv gewürdigt wird.

 

Elisabeth Hüttenschmidt

im Auftrag der Schulkonferenz,

dem Gremium aus Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern.

 

 

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