Antons 3. MINT-Tag

Geschrieben von M. Klingauf
Hochmodern, lebenspraktisch und klassisch-wissenschaftlich
 
Einen Schultag mit ganz besonderer Note erlebten die Siebtklässler des Anton: den für den gesamten siebten Jahrgang konzipierten, jährlich stattfindenden MINT-Tag. Alle naturwissenschaftlichen Fachbereiche hatten für die Schülerinnen und Schüler ein Programm gestaltet, das altersgerechtes Forschen, Experimentieren und Gestalten in kleinen Gruppen ermöglichte. 
Im Fach Biologie nutzen Jürgen Wellmann und Holger Kleickmann mit ihrer Gruppe die großen und zu dieser Jahreszeit wunderschönen Naturflächen rund um das Anton, und erkundeten die vielfältigen Strategien der Pflanzen, sich fortzupflanzen. Was gibt es noch neben schweren, nährstoffreichen Eicheln und federleichten Flugsamen der Hainbuche?
In Chemie mit Meike Klingauf ging es um die praktische Frage, mit welcher Kühlmethode der Inhalt der Brotdosen am besten und dauerhaftesten gekühlt werden kann.
Eiswürfel? Crash-Eis mit Salz? Kühlakkus oder gar Trockeneis? Kann man mit der „voll tollen Erfindung“ superabsorbierender Babywindeln verhindern, dass das Pausenbrot von Schmelzwasser durchnässt wird? Die Physik-Gruppe um Herrn Simm nutzte hochwertige Messinstrumente und Demonstrationsgeräte zur Erkundung alternativer Energiequellen, und machte so Windkraft und Solarenergie erlebbar.
Ein Dodekaeder? Klare Sache: ein nur aus regelmäßigen Fünfecken bestehender Körper. Übrigens nicht zu verwechseln mit einem Fußball, der, da dieser auch sechseckige Flächen enthält, nicht zu den Platonischen Körpern gehört. Um die ging nämlich bei den mathematischen Basteleien, zu denen Dirk Oertker die Schülerinnen und Schüler anregte. Lustige kleine grüne Kunststoffbauteile erzeugte die Informatik-Gruppe von Daniel Boettcher mit dem schuleigenen 3D-Drucker. Offensichtlich konnten die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler in kurzer Zeit erlernen, wie man die dem 3D-Druck zugrunde liegenden digitalen Konstruktionspläne programmiert. 
 
Eine eifrige „Mediengruppe“ mit dem MINT-Koordinator des Anton, Frank Zienow, dokumentierte die Aktivitäten in Fotos, Filmen und Interviews. Hier berichtete z.B. Chemie-Lehrkraft Meike Klingauf begeistert, dass ihre Gruppe sich Forschungsfragen gänzlich eigenständig gestellt hat, und diese dann professionell untersucht und beantwortet hat. Gelegenheiten, so zu arbeiten, bieten sich unter den festeren Curricula des Schulalltags seltener. Sie zeigen den Erfolg, aber auch die Wichtigkeit z.B. eines MINT-Tags, wenn man das Label „MINT-ec-Schule“ des nationalen Excellence-Schulnetzwerkes, das das Anton trägt, ernst nimmt. Die kompletten Interviews und noch mehr Bilder können auf der Homepage des Anton eingesehen werden.
 
„Wo ist der Vormittag geblieben“? fragte Elisabeth Hüttenschmidt die Schülerinnen und Schüler, als dann der MINT-Tag gemeinsam abgerundet wurde. Die Zeit war wie im Fluge vergangen dank der vielen kreativen Ideen, so die Schulleiterin, und hob das große Engagement der beteiligten Lehrkräfte hervor.  In der Aula zeigten und erklärten sich die Gruppen gegenseitig ihre Projekte und Ergebnisse und machten durch die Stimmung des „wissenschaftlichen Kongresses“ den MINT-Tag zu einem besonderen naturwissenschaftlichen Erlebnis. Auch viele Eltern und jüngere Geschwister hatten die Einladung dabei zu sein, gerne angenommen, und verfolgten die gelungenen Präsentationen und Mitmach-Aktivitäten mit ehrlichem Interesse und offensichtlicher Freude. 
 
 
 
 
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