Entdecken, forschen, tüfteln, basteln und informieren: 1. MINT-Tag am Anton

Geschrieben von C. Weyers

Das Anton beendet seinen ersten MINT-Tag mit Präsentationen vor großem Publikum

„Wir MINT-Reporter wollen euch nun mit einer ganz kleinen Präsentation auf den Rundgang durch die Arbeitsgruppen einstimmen!“ recht untertrieben sind die Worte, die Kilian als Einstieg in die Präsentation wählt, als alle Schülerinnen und Schüler der vier siebten Klassen und viele interessierte Eltern sich am Nachmittag in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums versammelt haben. Denn die „kleine Präsentation“ ist so groß wie schon der Tag, den die Schülerinnen und Schüler der Reportergruppe von Informatiklehrerin Tina Funke noch einmal Revue passieren lassen – der erste MINT-Tag am Anton.

„Es war eine besondere Freude an diesem Tag über das Schulgelände und durch die naturwissenschaftlichen Fachräume zu streifen“, erinnert sich Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt, „denn überall waren Projektgruppen damit beschäftigt, zu experimentieren, zu forschen und ihre Erkenntnisse auszutauschen.“. Und diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Präsentation der MINT-Reporter: Von der Chemie des Jahrmarkts mit unglaublichen Farbenspielen über faszinierende Pyramiden und Körper aus Zahnstochern, die Erforschung erneuerbarer Energien sowie eine Karte der Fauna rund um das Anton bis hin zum überführten Mörder im experimentell gelösten Kriminalfall und zur selbst programmierten Handyschnitzeljagd – die MINT-Fachschaften, also Mathematik, Informatik, Physik, Biologie und Chemie, hatten den Schülerinnen und Schülern ein buntes und spannendes Programm geboten.

„Warum haben wir so einen spannenden Tag damals nicht gemacht, als wir in der Sieben waren?“, fragt sich auch Max Brix, der zusammen mit zwei Mitschülerinnen aus der Einführungsphase bei der Betreuung einer Gruppe geholfen hat. Die Antwort ist ganz einfach: Mit dem ersten MINT-Tag feierte das Anton nun das einjährige Jubiläum der Auszeichnung als MINT-EC-Schule, die die Schule für ihre besonderen Angebote und nachhaltigen Erfolge im MINT-Unterricht erhielt. „Solch ein Tag zum freien Forschen und spielerischen Entdecken ist genau das, was MINT-EC so spannend macht“, sagt Christian Weyers, Chemielehrer am Anton, „Dieses Siegel zeichnet nämlich die Schulen aus, die nicht nur nachweislich sehr erfolgreichen MINT-Unterricht machen, sondern darüber hinaus den MINT-Gedanken wirklich leben. Und wie könnte man besser die Forscherin und den Naturwissenschaftler in sich entdecken als beim Experimentieren, Basteln, Forschen, Überlegen und Programmieren in einer Gruppe?“ Und so freuen sich die acht beteiligten Lehrerinnen und Lehrer über die Begeisterung, die die Schülerinnen und Schüler am MINT-Tag, aber auch bei der Präsentation hatten. „Wir waren echt aufgeregt: Rund 120 Schülerinnen und Schüler einen ganzen Tag lang zu faszinieren - während der Planung schien das manchmal schon gewagt. Aber als die ersten fragten, ob wir nicht nach der sechsten Stunde noch ,ein bisschen‘ weitermachen können – da wussten wir, dass der Tag sich gelohnt hat!“, fasst Mathelehrer Daniel Boettcher zusammen. Unterstützt wurden die Forscherinnen und Forscher am Anton von einer großzügigen Spende der Sparkasse Westmünsterland. „Jetzt atmen wir durch und werten den Tag noch einmal intern aus, aber es fühlt sich im Moment so an, als würde es 2015 wieder heißen: Mach mal MI(N)T am Anton!“, blickt Elisabeth Hüttenschmidt in die Zukunft ihrer MINT-Schule.

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