Gespaltene Gesellschaften? - Ein Anton-Geschichtskurs auf dem Historikertag in Münster

Geschrieben von S. Düstersiek

Historikertag

In Kooperation mit der Körberstiftung in Hamburg hatten die Organisatoren des in diesem Jahr in Münster unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“ stattfindenden Deutschen Historikertages auch Schülerinnen und Schüler eingeladen an einem besonderen Schülerprogramm teilzunehmen.
Zehn Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geschichtskurses der Q1 folgten nun dieser Einla-dung, begleitet von Frau Düstersiek und Herrn McTague, und begaben sich auf eine Zeitreise in verschiedene Epochen.


Zunächst ging es unter dem Titel „1968 – Krise oder Aufbruch zu mehr Demokratie?“ zurück in die Zeit der jugendbewegten 1960er, die der Zuhörerschaft mit Hilfe von historischen Wochenschau-Clips und einem Historiker/Zeitzeugen-Interview nähergebracht wurde. Veranschaulicht wurde diese konfliktreiche Zeit außerdem durch die Berichte zweier ehemaliger Teilnehmerinnen am Geschichtswettbewerb um den Preis des Bundespräsidenten, die sich vor zehn Jahren intensiv mit der Biographie eines 68ers auseinandergesetzt hatten.
Im Anschluss konnten die Antonianer – nach einer kulinarischen Stärkung auf dem Wochenmarkt – unter mehreren Kurzvorträgen wählen. Professor Hans-Ulrich Thamer von der WWU präsentierte eine Fülle historischer Beispiele zum Thema Fake News, beginnend mit dem Dreißigjährigen Krieg, über die Französische Revolution und die NS-Zeit bis in die Gegenwart mit Seitenhieben auf die von US-Präsident Trump angeführten „alternativen Fakten“. Andere Vorträge widmeten sich der Herrscherpropaganda auf römischen Münzen der Kaiserzeit, der Aufarbeitung von Migrationsgeschichte(n) am Dt. Auswandererhaus in Bremerhaven und den Nachwirkungen der Kolonialzeit auf unsere Wahrnehmung außereuropäischer Kulturen heute.
Als Fazit stellte eine Schülerin am Ende überrascht fest, wie viele erhellende Querverbindungen sich zwischen gesellschaftlichen Konflikten in der Geschichte und aktuellen Debatten ziehen lassen.

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