Gedenkveranstaltung_Reichsprogromnacht

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wüteten nationalsozialistische Schergen in ganz Deutschland. Sie zündeten jüdische Gotteshäuser an, zerstörten willkürlich Eigentum jüdischer Bürger, misshandelten und ermordeten kaltblütig viele von ihnen. Am nächsten Tag verschärfte das NS-Regime die systematische Verfolgung der Juden, die bekanntlich bald darauf in den Holocaust führte. Über die Ereignisse in der Novembernacht sind zahlreiche authentische Berichte und persönliche Erinnerungen von Betroffenen aus ganz Deutschland überliefert. Einige davon –auch darunter aus der Lüdinghausen – hatte Michael van Ahlen für den ersten Teil einer Lesung am St.-Antonius-Gymnasium zusammengestellt. Mit diesen Texten führte Michael van Ahlen den Zuhörern das damalige unglaubliche Geschehen in besonderer Weise vor Augen. Im zweiten Teil der Lesung wurden die Augenzeugenberichte ergänzt um Auszüge aus dem Buch „Kinderjahre“ von Jona Oberski. Die Texte „Sammellager“ und „Tropenhaus“ zeigten eindrücklich, was nach der Pogromnacht 1938 folgte: Deportationen und die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Historikertag

In Kooperation mit der Körberstiftung in Hamburg hatten die Organisatoren des in diesem Jahr in Münster unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“ stattfindenden Deutschen Historikertages auch Schülerinnen und Schüler eingeladen an einem besonderen Schülerprogramm teilzunehmen.
Zehn Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geschichtskurses der Q1 folgten nun dieser Einla-dung, begleitet von Frau Düstersiek und Herrn McTague, und begaben sich auf eine Zeitreise in verschiedene Epochen.

Eine besondere Geschichtsstunde_2

Eine besondere Geschichtsstunde erlebte die Jahrgangsstufe Q1 unserer Schule kurz vor den Sommerferien in Form eines Kinoseminars. In Verbindung mit der pädagogischen-wissenschaftlichen Begleitung durch den Medienpädagogen Michael Kleinschmidt (Münster) setzten sich die Oberstufenschülerinnen und -schüler mit dem NS-Propagandafilm „Jud Süss“ kritisch auseinander. Eingerahmt war die Vorstellung des Films mit einer inhaltlichen Einführung und einer anschließenden Diskussion, in der die Schülerinnen und Schüler die Wirkungsweise der NS-Propaganda thematisierten und erarbeiteten, wie die Indoktrination mit der NS-Ideologie, insbesondere dem Antisemitismus erfolgte.

Burg Vischering_2

„Ein idealer Lernort“ – was diese spontane Einschätzung betrifft, waren sich alle Mitglieder der Fachkonferenz Geschichte des Lüdinghauser St.-Antonius-Gymnasiums einig. Denn das Gremium tagte jetzt auf der benachbarten Burg Vischering, um gemeinsam mit Norma Sukup und Markus Kleymann vom Fachdienst Kultur des Kreises Coesfeld die Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit auszuloten.

Zurzeit sind alle SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern herzlich eingeladen, die in Kooperation zwischen dem Deutschen Historischen Museum in Berlin und der Bundesstiftung Aufarbeitung erstellte und landesweit gezeigte Plakatausstellung am Anton zu besuchen.

Eröffnet wurde die Ausstellung vor kurzem mit einem Gastvortrag von Gerd Koenen, Historiker, Publizist und Autor der Ausstellung, vor Oberstufenschülern aus verschiedenen Geschichtskursen. In seinem kurzweiligen Vortrag nahm Herr Koenen die Zuhörer mit auf eine Reise von den Wurzeln des Kommunismus im 19. Jahrhundert bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion und der kommunistischen Regimes im Ostblock Anfang der 1990er Jahre.

Aus Anlass der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 hielt Anna Andlauer, eine ehemalige Schülerin des St. Antonius-Gymnasiums, den Vortrag „Zurück ins Leben“.

Das internationale Kinderzentrum Kloster Indersdorf 1945-1946 vor Schülerinnen und Schülern der Oberstufe des St. Antonius-Gymnasiums. „Wenn das Richtige getan wurde, zusammen mit den durch den Holocaust zu Waisen gewordenen Kindern, so konnte man über ein Wunder staunen“, meint Greta Fischer, eine der Sozialarbeiterinnen vom Team der Vereinten Nationen, das im bayerischen Kloster Indersdorf in der unmittelbaren Nachkriegszeit entwurzelte Kinder und Jugendliche aus den Konzentrationslagern auffing und ihnen Hilfe leistete.

 

Schüler des Leistungskurses Geschichte erhalten Informationen aus erster Hand über das Geschichtsstudium und die Arbeit des Historikers 
 
In unserer Geschichtsstunde am Montag, den 24.Oktober 2016, besuchte uns Simon Portmann, der an der Universität in Trier Geschichte und Germanistik studiert. Herr Portmann gab uns einen umfangreichen Einblick in seinen Arbeitsalltag als angehender Historiker.
 
Anfangs berichtete Herr Portmann von seinem grundlegenden Interesse am Fach Geschichte und seiner Entscheidung, Geschichte in Trier zu studieren. Er skizzierte kurz seinen Einstieg an der Universität und seine Erfahrungen mit dem Studium.

St.-Antonius-Gymnasium - Klosterstr. 22 - 59348 Lüdinghausen - Telefon: 02591-23060